Grooves connecting people - Jazzchor Chile 2013!

Samstag, 23.03.2013 Hamburg, Hamburg!

Seit knapp einer Woche sind wir nun also zurück in der windigen Stadt an der Elbe und nach einem ersten Schock bezüglich der seltsamen weißen, kalten Masse auf Straßen und Häusern fühlt es sich hier doch relativ schnell wieder heimisch an. Der ein oder andere wehmütige Gedanke schießt natürlich noch durch den Kopf, wenn langsam aber sicher die große Fotoflut über Facebook oder andere Internetplattformen Einzug auf dem heimischen Computer findet.
Der Abschied in Chile wurde uns schließlich nicht leicht gemacht:
Ein großes Grillfest mit allen chilenischen Freunden, viel Musik und Tanz und den letzten Sonnenstrahlen auf der Haut sorgte dafür, dass den zwei Wochen in Valparaíso ein gebührendes Ende gesetzt wurde. All die Eindrücke, die wir gesammelt haben, werden wohl auch hier in Deutschland noch lange mitschwingen.
Nun freuen wir uns erstmal auf das Wiedersehen des Chores in der ersten Probe Anfang April und ein bald geplantes Nachtreffen. Dass wir "unsere" Chilenen möglichst bald wieder sehen wollen - egal ob in Valparaíso oder Hamburg - steht außer Frage!

Und noch etwas steht fest:

Der Dank für die Unterstützung bei dieser Reise lässt sich kaum in einem Text dieses Blogs unterbringen!

Donnerstag, 14.03.2013 Am schoensten waere es, taeglich zehn Eindruecke in Marmeladenglaeser fuellen zu koennen :-)

Als ob uns Valparaìso und Viña nicht schon genug in ihren Bann gezogen haetten, wurde am heutigen "Ausflugstag" deutlich, dass Chile auch ansonsten ueberaus viel zu bieten hat.
Waehrend sich eine etwas kleinere Gruppe vom Haus Pablo Nerudas in Isla Negra beeindrucken liess, wanderte der Grossteil des Chores auf die Campana - einen Berg von 1500 Meter Hoehe. Die Anstrengungen wurden mit einem grossartigen Blick belohnt!


Gegen das mulmige Gefuehl bei den ersten Gedanken an den bevorstehenden Abschied am Wochenende hilft wohl nur die Vorstellung, all die Sonne, all die Menschen und all die Landschaften hier einfach aufsaugen und mitnehmen zu koennen :-)

Mittwoch, 13.03.2013 Sommer, Sonne, Strand und Meer - eine Pause.

Nach den vier schoenen aber auch sehr anstrengenden Konzerttagen haben wir uns eine Pause verdient: Sommer, Sonne, Strand und Meer... und Sonnenbrand. Leider. Aber dieser terminfreie Tag gab uns die Moeglichkeit, einmal durchzuatmen und das Land auf eigene Faust noch naeher kennenzulernen.

Die Begegnung mit chilenischen Studierenden, die fuer heute auf dem Plan stand, war sehr gelungen: Zunaechst hielt Christoph Schoenherr einen interessanten und humorvollen Vortrag zur Entwicklung des Jazz als Musik fuer einen Chor und gab Einblicke in seine Probentechniken. Selbstverstaendlich wurde alles ins Spanische uebersetzt. Als es um verschiedene Stile des Sket-Gesangs ging, fuehlte sich der Jazz-Chor spontan angesprochen, ein paar Takte aus "I Left My Heart In San Francisco" zum Besten zu geben - was bei den Chilenen fuer grosse Begeisterung sorgte. Anschliessend studierten wir (wie schon zuvor mit den Schuelerinnen und Schuelern) mit den Studierenden "This Train" ein, was ebenfalls sehr begruesst wurde.

Da die restliche Gestaltung des Tages zur freien Verfuegung stand, teilte man sich in verschiedene Gruppen auf. Die groesste Gruppe fuhr zu den riesigen Sandduenen nach Concón - ein herrliches Erlebnis!

Sonntag, 10.03.2013 Abschlusskonzert in Casablanca

"German Jazz Choir goes crazy in Casablanca"

Vielleicht laesst sich schon bald ein Video mit aehnlichem Titel im Internet finden:
Frei nach dem Motto "selbst ist der Chor" entschieden wir uns auf dem zentralen Platz der kleinen und ruhigen Stadt Casablanca, spontan eine musikalische Werbeaktion fuer unser letztes Konzert zum Besten zu geben.
Das Bild von ueber 50 schwarz gekleideten, singenden und spielenden Musikern schien seine Wirkung hinterlassen zu haben - fuellte sich der zunaechst fast leere Saal anschliessend doch recht schnell mit vielen begeisterten Zuhoerern aller Altersklassen, die fuer ein Konzert von aussergewoehnlicher Ausgelassenheit sorgten.
Auch wenn wir uns natuerlich sehr auf die kommende freie Woche mit vielen gemeinsamen Ausfluegen freuen, ist es doch ein bisschen schade, dass wir mit dem naechsten Konzert auf unsere Rueckkehr in Hamburg warten muessen.

Samstag, 09.03.2013 This train is bound for glory - doesn't ever stop

Dass das Singen etwas sehr Verbindendes hat, zeigte sich in unserem heutigen Workshop mit ca. 30 chilenischen Schuelerinnen und Schuelern einer Talentschule in Villa Alemana:
Nach einigen Einsing-Uebungen studierten wir gemeinsam mit ihnen den Gospel-Song "This train" ein und fragten uns, warum wir nicht viel frueher damit begonnen haben, parallel zum Singen einen Zug durch ein paar einfache Armbewegungen zu imitieren.
Dass der Song definitiv die richtige Wahl war, war dank der strahlenden Gesichter nicht zu uebersehen. 

Samstag, 09.03.2013 Konzert im Teatro Municipal de Valparaíso

Im schoenen, alten Saal des Teatro Municipal de Valparaíso haben wir gestern die Vorauffuehrung von Hiskia dargeboten. Ein solches Theater mit 1500 Plaetzen fast gefuellt zu bekommen ist grossartig! Hier gilt der Dank insbesondere unseren Gastgebern, die kraeftig die Werbetrommel geruehrt haben. Das Publikum war begeistert.

Den Erfolg des Konzertes haben wir danach in unserer Stammkneipe "Journal" ausfuehrlich gefeiert.

Heute fahren wir nach Villa Alemana um dort mit Schuelern der Escuela de Talentos einen Workshop durchzufuehren. Im Anschluss daran geben wir ein weiteres Konzert im Theater vor Ort.

Freitag, 08.03.2013 Highlights :-)

Das erste Konzert war ein voller Erfolg!
Im prall gefuellten Konzertsaal der Universidad de Playa Ancha hiess es:

Highlights aus 25 Jahren Jazzchor!

Die gute Stimmung der vergangenen sonnigen Tage schien sich auf das Publikum zu uebertragen und es zeigte sich, dass sich das fleissige Proben in heimischen Gefilden durchaus ausgezahlt hat.
Die umgedichtet Zugabe "I left my heart in Valparaíso" sorgte nicht nur im chilenischen Publikum fuer Begeisterung, sondern sprach wohl auch einigen Saengerinnen und Saengern des Jazzchores selbst aus dem Herzen. 
Dem heutigen gemeinsamen Konzert im Theater von Valparaíso sehen wir nun alle ueberaus gespannt entgegen!

 

Donnerstag, 07.03.2013 Stadt, Strand und Mee(h)r

Nun sind wir schon fuenf Tage hier. Wie doch die Zeit vergeht!!! 

Nach einem etwas kuehleren Tag scheint nun wieder die Sonne, die viele von uns in den Pausen an den Strand lockt. Dort sorgen die vielen Fitnessgeraete und Beachvolleyballmoeglichkeiten fuer Freude. Auch der heimische Fisch wurde gegrillt oder frittiert genossen.

Der angesetzte Soundcheck fuer das Konzert am Donnerstag erwies sich am Mittwoch als durchaus nuetzlich, da das Pedal des E-Pianos ploetzlich nicht mehr funktionierte und somit noch rechtzeitig ausgetauscht werden konnte. Dabei waren uns die Techniker der UPLA wie immer sehr behilflich. 

Dienstag, 05.03.2013 Proben, proben, proben!

Das erste Konzert steht schon uebermorgen an!
Also heisst es: Proben, proben, proben!
Der Blick auf¨s Meer in der Pause liefert die noetige Energie fuer die Stimme und am Abend laesst sich festhalten, dass die Konzerte durchaus kommen koennen! 

Montag, 04.03.2013 Valparaíso

Es scheint, als ob die Sonne in Chile gleich zu Beginn zeigen wollte, was sie kann.
Bei strahlend blauem Himmel spazieren wir durch Valparaíso, lassen uns von den Chilenen den Hafen zeigen, amuesieren uns ueber die riesigen "Hamburg Sued"-Container auf den Schiffen und atmen die salzige Meeresluft ein. Wir fahren mit dem aeltesten noch fahrtuechtigen Trolley-Bus der Welt und realisieren nach und nach, dass wir uns tatsaechlich in Suedamerika befinden.
Am Abend steht die erste gemeinsame Probe mit dem chilenischen Chor und einigen Orchestermusikern an. In der "Universidad de Playa Ancha" werden die Instrumente gestimmt und Stimmen geoelt. Dann geht es los.
Trotz des teilweise schwierigen deutschen Textes schlagen sich die Chilenen grossartig durch - der Klang kann sich von der ersten Minute an wirklich hoeren lassen.
Dass Musik tatsaechlich etwas Internationales hat, dass sie viel schneller verbinden kann, als das Gemisch aus Spanisch und Englisch, das den ganzen Tag aus unseren Muendern blubbert, zeigt sich genau in diesem Moment.

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